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Der Klang der Schwerter wies den Weg


Bad Iburg. Das Klirren von Schwertern und der Klang der Luren wiesen am Wochenende Besuchern den Weg zum Gasthof Uhrberg. Dort veranstaltete die aus Iburg stammende Sippe der Donarssons zusammen mit vielen anderen Gruppen ein mittelalterliches Heerlager.

Dutzende helle Zelte umrundeten schon am Freitagabend den Traditionsgasthof. An die 80 Laiendarsteller, vom Kind bis zum älteren Erwachsenen, gingen ihrem Hobby nach, dem Nachstellen mittelalterlichen Lebens. Sie stammen aus dem nordwestdeutschen Raum, das Einzugsgebiet reicht von Hamburg bis Dortmund.

Organisiert worden war das Treffen von Markus Wermker aus Bad Iburg. Er lebt sein Hobby schon seit elf Jahren aus. Zuerst habe es ihm die Wikingerzeit angetan, aber heute habe er sich auf das frühe Mittelalter, die Zeit der Alt-Sachsen spezialisiert.

„Mir geht es um eine ortsbezogene Darstellung, etwas, das sich mit der Geschichte dieser Landschaft verbinden lässt“, erklärt er den Hintergrund seiner historischen Leidenschaft.



Das Bemühen um Authentizität war auch bei den Mitgliedern anderer Gruppen festzustellen. Die Palette der Gewandungen, so der Name für die historischen Kleidungsstücke, reichte vom einfachen Landmann im groben, braunen Tuch bis zum Angehörigen eines schottischen Clans im karierten Kilt.

„Das Treffen ist einerseits Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein. Zum anderen, Besucher neugierig auf unser Hobby zu machen“, so Wermker. Beide Absichten gingen auf. Schon Freitag wurde es eine lange Nacht. Am Samstagabend wurde für Gaumen und Auge Besonderes geboten.

Die Leute des „Forum Porcina“ aus Osnabrück ließen nach einem Vier-Gänge-Menü mittelalterlichen Partysound erklingen. Dazu wurden Bauchtanz, Feuerzauber und Narreteien geboten. Am Morgen danach dauerte es eine Weile, bis sich die Ersten in den Zelten zu regen begannen.

An beiden Tagen steuerten immer wieder Gruppen von Besuchern das mittelalterliche Heerlager an. Manche ergriffen die Gelegenheit, ließen sich ein Kettenhemd überziehen und mit Schwert und Schild bewaffnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Sachen so schwer sind“, keuchte ein junger Mann, der eine Scheinattacke auf einen anderen Ritter ausführte. Wie gewandt dagegen die Mitglieder der einzelnen Sippen inzwischen mit den Waffen sind, wurde bei Schaukämpfen und Wettbewerben wie dem Bogenschießen sichtbar.

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